« März 2008 | Start | Mai 2008 »

April 2008

30. April 08

Nächster Halt.

Halt > daily dose of...

29. April 08

Das bewegt

mich heute abend: die mobile Gebärdensprache, Frank Sinatras Haus , warum schon wieder Österreich , Spinnen die nicht mitspielen, Mönche mit zuviel weltlichem Besitz... und workingman's death, der gerade auf arte läuft. Besonders das indonesische Kapitel.

Nächster Stop: Demenz-Haltestelle.

Ein Bekannter erzählte mir letzthin, er habe in Urdenbach eine Bushaltestelle gesehen, in der alte Menschen sassen, und auf ein Fahrzeug warteten, dass nie ankommen würde. Ich wollte es zuerst nicht glauben. Im Film Harvie Krumpet gibt es eine solche Szene: *Yet, instead Harvie goes back to a life whereby he enjoys sitting nude waiting at the bus stop*.

Aber... ich zitiere aus Der Westen:*

LUDENBERG/BENRATH. Sonderfahrt steht in roten Buchstaben auf dem Haltestellenschild vor dem Seniorenzentrum in Benrath. Doch weder Busse noch Bahnen werden je an dieser Stelle Halt machen. Vielmehr soll der Ort demenzkranken Heimbewohnern buchstäblich einen Halt geben - sie am Weglaufen hindern. Richard Neureither vom Seniorenzentrum Benrath nennt die Phantomhaltestelle ein "Schlüsselsymbol". Denn Schlüsselreize seien oft das Einzige, was Demenzkranken bliebe.
Sandra Kirchner vom Haus Gallberg freut sich, dass der Verein "Alte Löwen" die Idee zu den beiden Phantomhaltestellen hatte. Seit gut zwei Wochen steht eine in Benrath und die andere vor dem Zentrum in Ludenberg. "Demenzkranke haben einen gesteigerten Bewegungsdrang", erklärt die Heimleiterin Kirchner. Da die Patienten aber in der Regel nur noch auf ihr Langzeitgedächtnis bauen können, wissen sie häufig nicht, warum sie überhaupt im Seniorenzentrum sind. "Dann laufen sie durchs ganze Haus, suchen den Ausgang, weil sie doch hier gar nicht her gehörten und jetzt schnell nach Hause müssten, um das Essen pünktlich auf dem Tisch zu haben", beschreibt Kirchner eine Szene, wie sie im Haus Gallberg häufig erlebt werden kann.
Patienten in ihrer Welt abholen.
Deshalb betrachtet Kirchner die Phantomhaltestelle auch als Vorbeugung gegen das Weglaufen. Denn das tun im Schnitt zwei der 209 Bewohnern der Einrichtung in Ludenberg pro Monat: weglaufen. Bis die Polizei sie findet und wieder zurück bringt. Das Haltestellenschild vor dem Zentrum soll ab jetzt helfen, den Patienten solche Erlebnisse zu ersparen.
"Bewohner die aufgrund ihrer Demenz unbedingt von hier weg wollen, können wir nun auf die Bank neben der Haltestelle setzen und ihnen sagen, hier könnten sie auf den Bus warten", erklärt Kirchner. Was sich zunächst wie ein schlechter Scherz anhört, dient jedoch dem Pflegepersonal als therapeutisches Mittel, ihre Schützlinge zur Ruhe kommen zu lassen. Denn: "Man muss die Leute in ihrer Welt abholen", sagt Sandra Kirchner. Und die Bewohner dieser Welt wissen wenige Minuten nachdem sie sich auf eine Bank gesetzt haben, nicht mehr, warum sie da sitzen.*

Unglaublich.

28. April 08

Konvertit.

Hier machte einer den Schritt zu digitalen Spiegelreflexkamera.
Eine quasi religiöse Erfahrung.

*impossible to get a good white balance in anything other than direct sunlight, noisy junk all over the place at any speed greater than 100 ASA, slippery autofocus that took, like, a couple hours to lock in before firing the shutter...*

*I feel like someone handed a slice of hot toast spread with cultured butter after a lifetime breakfasting on Skittles and government cheese. I mean, it does what I want it to! It autofocuses in less time than it takes my eyes to imagine what a proper focus would be! You can take pictures in tungsten light without tacking a fucking white card to the wall and metering fifteen times! You push the button and it takes a fucking picture! I am in consumer ecstasy! I am in consumer ecstasy! NyQuil! Advil! Malt liquor!*

> textism

Auf der Suche

nach dem Text hinter den Lidern. Bibliotheca Caelestis - eine sehr interessante Art, online zu schreiben. Ich wühle in der Seitenleiste wie in Schubladen (eine Frage der Teilzeit, Schachteln). Und springe dank der zugrundeliegenden Maschine hin & her wie verrückt.

> abendschein

no comment.

> sütterlin sofa

Nächster Halt: Zanzibar.

Naja, fast. Gemeint ist ein kleiner aber feiner Rückblick auf das gleichnamige frz. Filmkollektiv, zero filmmaking, low-fidelity, der heisse Scheiss von vorvorgestern: *What is life?  A madness.  What is life?  An illusion, a shadow, a story . . . for all life is a dream, and dreams themselves are only dreams.*

> invisible cinema

Kinderkram.

Kinderkram

Rotationsprinzip.

Frosch

Gestern mittag, bei Frosch am Fischteich tisch über Wildlachs auf Reis gebeugt, mir gegenüber einer dieser netten älteren mitteilsamen Herren, die sonntags gelegentlich die Altstadt bevölkern. Wegen der nebenan gelegenen Bierschwemme, die allerdings totenstill vor sich hin darbte, auf überall vorhandene Lärmquellen zu sprechen gekommen. Er stellte sich mir als Mitglied des Vereins gegen Zwangsbeschallung vor. Die im Flughafen Münster und einer Buslinie in Düsseldorf wohl schon bahnbrechende Erfolge erzielt haben. Allerdings gehe ihnen bald ihr Vorsitzender aus Altersgründen verlustig. Und so hing eine Weile die Frage in der weichen Frühlingsluft, ob ich zum ersten Mal in meinem Leben einem Verein beitreten soll - und gleich als Vorgesetzter.

> Fortsetzung folgt.

Photos from Piruwayu

Blog powered by TypePad
Mitglied seit 11/2007

Powered by FeedBurner